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Der Pollen und das Bienenbrot

Ganz allgemein: Der Pollen = der Blütenstaub. Der Pollen ist, wenn Sie so wollen, die Mehrzahl von Pollenkorn: die Pollenkörner. Der Heuschnupfen wird fast ausschließlich vom Pollen der Windblütler verursacht. Dieser trockene Pollen erfüllt die Luft und dringt in unsere Atemwege.Der Pollen der Insektenblütler hingegen ist feucht. Er wird von Bienen bei den Blüten als Staub gesammelt und durch Verkleben mit Nektar zu festen Kügelchen verklumpt und in den Bienenstock getragen. Bei ihren Flügen bringt die Biene auch Pollenkörner von Windblütlern in den Stock ein. Sie gelangen sowohl in den Pollen, als auch in den Honig.Deshalb wirken sowohl Pollen, als auch Honig desensibilisierend gegen Pollenallergie.

Ursprünglich ist der Pollen als Nahrung für Ammenbienen, die daraus Gelee Royal herstellen, und als Futter für die Brut der Arbeiterinnen und Drohnen bestimmt. Lebensmittelchemisch gesehen ist Pollen ein diätetisches Anabolikum. Proben haben gezeigt, dass der Pollen eine regelrechte Aminosäuren-bombe ist. Er enthält 22 Aminosäuren. In 100 Gramm Blütenpollen ist so viel Eiweiß wie in sieben Eiern oder einem halben Kilo Rindfleisch. Dazu kommen viele Mineralien ( Chrom, Kalium, Kalzium, Kobalt, Kupfer, Natrium, Magnesium, Mangan, Molybdän, Blei, Phosphor und Zink) und die Vitamine: Provitamin A (Beta-Carotin), Vitamin B1, Vitamin B2, B3, Vitamin B6, Vitamin C, Vitamin E, Vitamin H (Biotin), Vitamin P, so wie viele Flavonoide, besonders Querzetin und Rutin.

 

Pharmakologische Eigenschaften und Wirkungen des Pollens:

Was sich im Futterkranz oder in der so genannen Pollenwabe befindet, bezeichnet man als Bienenbrot. Es besitzt eine viel länger haltbar und kann restlos von den Verdauungsorganen verwertet werden. Zwischen Pollen und Bienenbrot besteht das gleiche Verhältnis wie zwischen Milch und Yoghurt. Weil das Bienenbrot auch kleine Mengen Honig enthält und der Großteil der Pollenkörner offen ist, wird Bienenbrot viel besser verdaut als Pollen. Es enthält viel Vitamin K und hat deshalb eine bessere blutstillende Wirkung.

Pollen ist eine sexuelle Pflanzenzelle und wirkt deshalb als Aphrodisiakum und steigert die Sexualkraft des Mannes ( das hat schon Goethe festgestellt ), verbessert die Prostatafunktion und verringert das Risiko genetischer Krankheiten. Pollen senkt den Blutdruck, verbessert die Blutzirkulation die Leberfunktionen und regeneriert die Endothelzellen der Artherien. Pollen wirkt durch seine Flavonoide antibakteriell und antibiotisch (Karies) und stärkt das Immunsystem. Der Pollen ist das beste Lebensmittel für die Leber und wirkt daher antitoxisch und steigert das Alfa- und Betaniveau im Blutserum, Er stärkt die Wände der Kapillargefäße und senkt den zu hohen Blutdruck, das Cholesterolniveau, die freien Fettsäuren, die Triglizeride und die Beta-Lipoproteine. Auf diese Weise wirkt er einer Arteriosklerose entgegen. Pollen.verbessert die Vitamin-C-Speicherung in den Nebennieren, der Thymusdrüse, dem Dünn-, und Dickdarm und in der Leber. Er verjüngt Gehirn und Gedächtnis, stärkt die Augenfunktionen und die Hautstruk-tur. Er hat eine antidepressive Wirkung und mindert die negativen Streßwirkungen. Pollen hilft bei Menstruationsbeschwerden und erleichtert die Entbindung durch seine tonische Wirkung.

Wer Pollen als Eiweißquelle oder therapeutisch nutzen will, sollte über die Herkunft und die Art des Pollens Bescheid wissen. Im Trachtgebiet sollte wenig Verkehr und Spritzmittelanwendung herrschen. Auch die Kenntnis der Pflanzenquelle hat Bedeutung, da die pharmakologische Wirkung des Pollens eine ähnliche Wirkung auf unseren Körper hat wie die Pflanze. Da es über 2 000 Blütenpflanzen gibt, ist die Vielfalt des Pollens garantiert. Als Faustregel könnte man sagen: Je bunter der Pollen, desto umfangreicher seine Wirkung. Einfarbiger Sortenpollen empfiehlt sich nur bei der gezielten Bekämpfung von diagnotizierten Beschwerden. Man sollte ihn sorgfältig und richtig dosiert verwenden, da er auch die negativen Wirkungen der Pflanze besitzt. Mit anderen Worten, es ist notwendig, ein gutes Phytotherapiebuch griffbereit zu haben.

 

Fragen? Ihr Imker weiß Bescheid.

Hermann Bastian, Nikolaus-Fey-Straße 15; 96106 Ebern

Tel.: 09531 – 1834 E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Info darf kopiert werden, wenn der Name des Autors erhalten bleibt.

 

Antonio Stradivari hat Propolis als Lack für seine berühmten Geigen verwendet Der Geigenbauexperte Etienne Vatelot in Paris führt den guten Klang der Stadivari aber hauptsächlich auf das Genie und das außergewöhnliche Gehör des Meisters zurück.

Die Propolis ist ein Produkt sowohl pflanzlichen als auch tierischen Ursprugs.

Seit ca 150 Millionen Jahren schützen die Pflanzen ihre Knospen durch ein besonderes Harz vor den Widrigkeiten des Wetters, vor allem aber vor den Angriffen der Keime, Pilze und Bakterien.

Dieses Wissen der Pflanzen nutzten ca 100 Millionen Jahre später die Bienen für sich. Sie sammelten die Harze und Balsamstoffe von den Knospen und Rinden der Bäume und fügten diesem Harz körpereigene Säfte hinzu, die speziell dem Schutz der Bienen dienen. So entstand die Propolis.

Aus der botanische Medizin wird ein zoologisches Medikament.Die Propolis ist ein natürliches Antibiotikum.

Im Innern des Bienenstockes findet sie eine vielfältige Verwendung: Unter anderem werden Spalten und Ritzen hermetisch und keimfrei verschlossen. Neue Waben und die Innenwände aller Zellen werden mit einem hauchdünnen Überzug beschichtet, bevor die Königin darin zu legen beginnt. Dies bewirkt eine sichere Desinfektion und “Sterilisation”.

Weitere 50 Millionen Jahre später entdeckte und nutzte dann der Mensch die Heilwirkung der Propolis.

Schon die altägyptischen Priester kannten die Propolis und verwendeten sie als Heilmittel und zur Einbalsamierung. Bei den Griechen war sie als Heil- und Desinfektionsmittel bekannt Aristoteles bezeichnet sie als Heilmittel für Hautkrankheiten, Wunden und Eiterungen. Der Römer Plinius: “Sie zieht Stacheln heraus und alles, was ins Fleisch eingedrungen ist. Sie reduziert Schwellungen und erweichte Hautverhärtungen. Sie vermindert Nervenschmerzen und heilt oft unheilbare Geschwüre, Abszesse und Furunkel.” Von den Inkas wurde die Propolis zur Bekämpfung fiebriger Infektionen benutzt. Durch das ganze Mittelalter und in der Neuzeit taucht sie auch in Europa immer wieder auf. Als Wundbehandlungssmittel erlebte sie im Burenkrieg wegen ihrer hochwirksamen desinfizierenden Eigenschaft einen letzten Höhepunkt. Dann wurde sie im Westen vom Fortschrittsglauben an die Chemie verdrängt und als „russisches Penicillin“ bezeichnet.

Im Gegensatz zu den herkömmlichen Antibiotika, die nur gegen Bakterien eingesetz werden können, haben sich Flavonoide als hochwirksam gegen Bakterien, Viren und Pilze erwiesen, ohne negative Nebenwirkungen zu besitzen, wie sie oft bei herkömmlichen Antibiotika beobachtet werden.

Die chemische Zusammensetzung der Propolis ist heute gut bekannt.

Die Hauptbestandteile sind Harze und Balsamstoffe, bis zu 1/3 Wachs, etwa 5% ätherische Öle (was sehr hoch ist), bis zu 5% Pollen und 5% organische und mineralische Materialien.

Bei den bisher isolierten Inhaltsstoffen der Balsame handelt es sich hauptsächlich um drei Hauptkomponenten: Terpene, - aromatische Säuren und deren Ester - und Flavone bzw. Flavonoide oder Flavanone. Die Flavonoide stellen die Hauptmenge dar, etwa 90%. Ihnen wird eine außerordentlich hohe Immunverstärkung zugeschrieben.Propolis weist eine äußerst komplexe Zusammensetzung auf. Bis jetzt sind schon über300 Bestandteile entdeckt worden.

In Jüngster Zeit wurde die Propolis als natürliches Heilmittel wieder entdeckt. Zahlreiche Wissenschaftler und Ärzte stellen empirische und analytische Forschungen an.

Zahlreiche empirische Beobachtungen wurden bestätigt und sind heute zu erklären:


1. Umfassende und sehr stark bakteriostatische und bakteriozide Eigenschaften auf zahlreiche Bakterienstämme, insbesondere auf

  • verschiedene Staphylokokken, Streptokokken und Salmonellen,
  • Bacillus subtilis: alvei und larvae,
  • Proteus vulgaris (Fäulniserreger)
  • Escherichia coli B ( Kolibakterie).


2. Fungizide Eigenschaften gegenüber mehreren krankheitserregenden Pilzen,

welche parasitäre Krankheiten (Mykose) hervorrufen.


3. Äußerst wirksame entzündungshemmende Eigenschaften, beträchtliche wundverschließende Eigenschaften mit Stimulierung und Förderung der  Geweberegeneration .


4. Virentötende Eigenschaften auf einige Grippeviren (speziell A2)


5. Trichomocide Eigenschaften, dabei speziell auf Trichomona vaginalis


6. Antirheumatische Eigenschaften

 

7.Russische Arbeiten behaupten, dass durch die Förderung der Phagozythose und die vermehrte Bildung von Antikörpern das körpereigene Immunsystem günstig beeinflusst wird, und deshalb Propolis vor allem prophylaktisch zur Unterstützung und Stärkung körpereigener Abwehrkräfte eingesetzt werden kann.

Darüber hinaus hat Propolis àeine sehr stark lokalanästhesierende Eigenschaft, die stärker ist als die des Kokains und viel stärker als die des Novokains, eine bemerkenswerte, die Narbenbildung positiv beeinflussende sowie starke durchblutungsfördernde Wirkung, die vor allem dem hohen Anteil an Flavonöiden zugeschrieben werden kann.

Neuere pharmakologische Studien belegen eine fördernde Wirkung auf die Geweberegeneration.

Dr. Yves Donadieu, Professor an der medizinischen Fakultät der Universität in Paris, heilt mit Propolis vom Scheitel bis zur Sohle.

Schon 1982 zählt er 27 Indikationen auf, bei denen die Propolis in der Regel allein ausgezeichnete Heilerfolge zeigt und 21, bei denen sie andere Therapien wirkungsvoll unterstützt. Die Anwendungsmethoden sind der “Allgemeinweg” (Einnehmen), lokale innere und lokale äußere Anwendung.

Zu den oben genannten 27 Indikationen gehören unter anderen:

1. HNO-Krankheiten (vorwiegend lokale innere Anwendung, teilweise in Verbindung mit Allgemeinweg):

> Angina

> Pharyngitis, Rhinopharyngitis (Nasen- und Rachenraumentzündung)

> Laryngitis (Kehlkopfentzündung)

> Sinusitis (Nebenhöhlenentzündung)

> Otitis äußerlich (Ohrenentzündung)

> Heuschnupfen

> Tracheitis (Luftröhrenentzündung)

2. Erkrankungen der Verdauungsorgane (vorwiegend lokale innere Behandlung)

> Zahnfleisch und Zungenentzündungen, geschwürbildende Mundhöhlenentzündung

> Aphten (schmerzhaft gelblichweiße Flecken der Mundschleimhaut)

> Zahnschmerzen und Zahninfektionen

3. Dermatologie (hauptsächlich lokale äußere Behandlung)

> Herpes labialis und Psoriasis (Schuppenflechte)

> Quetschungen

> Schnittwunden und Verletzungen

> Warzen, Hornhaut, Schwielen, Hühneraugen, Leichdorn

> Frostbeulen und Schrunden

> Abszesse, Furunkel, verschiedene Eiterungen

> Wulstnarben


Zum Schluß ein kleiner Wehmutstropfen: Propolis kann – wenn auch selten – allergen wirken. In der Regel handelt es sich um die Unverträglichkeit des Kaffeesäureesters.

Dann ist auf Propolis zu verzichten.


Wollen Sie noch mehr wissen?


Fragen Sie Ihren Imker oder lesen Sie:


Donadieu Yves “Die Propolis” C. Koch Verlag 1998,

Nowottnick Klaus “Propolis-Heilkraft aus dem Bienenvolk” Stocker-Verlag,

Potschinkova Pavlina“Apitherapie” versandfertig bei Amazon

Rohwedder,D., Havsteen,H.B. (1984) ) „Propolis, Der Stoff aus dem Gesundheit ist. Ein Wirkstoff der Natur.“

Berlin Taschenbuch Verlags GmbH.


Hinweis: Die vorliegende Info darf jederzeit vervielfältigt werden, wenn der Name des Autors erhalten bleibt.


Antonio Stradivaris Geigenlack


Eine kleine Information

über


Die Propolis


„Sie legen Tränentau der Narzisse

und Klebstoff der Rinde

für die Waben als ersten Grund.

Und von oben dann bauen

zähes Wachs sie daran.“

Vergil, "Georgica", 20 v. Chr.

(Landwirtschaftliches Lehrgedicht)

Ihr Imker Hermann Bastian

Nikolaus-Fey-Straße 15

96106 Ebern

Mitglied im Deutschen Apitherapiebund e.V.( DAB)

Tel. 09531 – 1834 Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Honig – das süße Allzweckmittel aus der Bienenapotheke

Schon in der Steinzeit schätzten die Menschen Honig als Nahrungsmittel. Die Heilkräfte des Honigs kannten lange vor unserer Zeitrechnung bereits Ägypter, Babylonier, Griechen und Chinesen. Der griechische Arzt Hippokrates (460 bis 370 v.Chr.) verordnete Honig zur innerlichen und äußerlichen Anwendung, bei Fieber, zur Entwässerung und Entgiftung, zur Wundbehandlung, als Diät- und Kosmetikmittel.

Auch heute sind natürliche Heilmethoden wieder sehr beliebt. Unter anderem ist Honig ein außergewöhnliches Nahrungsmittel mit vielen wohltuenden Wirkungen auf die menschliche Gesundheit. Honig stärkt Gehirn und Nerven, glättet die Haut, desinfiziert Mund und Rachen und ist konzentrierte Muskelnahrung. Darüber hinaus löst er Verschleimung, hilft dem Herz und bildet Blut, reinigt Leber und Nieren, beugt vor gegen Magen- und Darmgeschwüre, macht Appetit und hilft verdauen.

Das kostbare Produkt „Honig“ entsteht durch die Verarbeitung von Nektar und Honigtau durch die Bienen.

 

Nektar: Die Sammelbienen werden von den lockenden Düften und verführerischen Farben der Blüten angezogen, um den süßen Nektar vom Blütenboden über Mund und Speiseröhre in die Honigblase aufzunehmen. Bei diesem Vorgang bestäuben sie die Blüten ungewollt und zwangsläufig.


Honigtau: Der Honigtau wird von Pflanzensaugern (Blatt-, Schild- und Rindenläusen) erzeugt. Sie leben und vermehren sich auf Blatt- und Nadelbäumen.

Sie stechen in das Pflanzengewebe und entnehmen den Pflanzensaft. Insbesondere die Blattläuse benötigen für ihre enorme Vermehrung viel Eiweiß. Da der Pflanzensaft aber nur relativ wenig Eiweiß enthält, müssen sie große Mengen aufnehmen, um ihren Appetit zu stillen. Die abgefilterten zuckerhaltigen Restmengen scheiden sie unverdaut aus – und den Nutzen davon haben die Bienen. Dieser Honigtau wird von den Sammelbienen aufgenommen und in der Honigblase an die wartenden Stockbienen abgeliefert.

Erst jetzt beginnt die Verarbeitung zum Honig. Die Rohprodukte „Nektar“ oder „Honigtau“, die jeweils als wässerige Lösungen verschiedener Zucker eintreffen, werden von den Stockbienen mehrmals umgetragen, eingedickt und mit Drüsenstoffen der Bienen angereichert. Nach dem Einlagern in die Zellen der Honigwaben geht die Wandlung des Sammelgutes durch die Wirkung der beigegebenen Drüsenfermente und durch Verdunstung von Wasser weiter. Der ideale Wassergehalt, um den Honig haltbar und auf Dauer streichfähig zu erhalten, beträgt ca. 17 %.


Blütenhonig: Der im Frühjahr gesammelte Nektar von der Krokusblüte an, über Haselnuss-, Weiden-, Obstbaum-, Löwenzahn- bis zur Rapsblüte hin, wird als Blütenhonig bezeichnet.

Zusammen mit dem Nektar gelangen auch Blütenpollen in den Honig. Fortschrittliche Imker fangen überschüssige Blütenpollen in gesonderten Behältern auf und mischen sie nach der Schleuderung in geringen Mengen dem Honig bei. Mit dem Pollenanteil im Honig können Menschen durch regelmäßigen Honigverzehr ihr Immunsystem derartig stärken, dass sie im Frühjahr von Allergien, wie Heuschnupfen, einigermaßen verschont bleiben.

Der Blütenhonig besteht zu 41% aus Fruchtzucker (Fructose), 34% Traubenzucker (Dextrose), 17% Wasser, 2% Rohrzucker, 1% Dextrine und 5% Mineralien, Vitamine, Säuren sowie Stickstoffverbindungen.

Wegen dem relativ hohen Anteil an Traubenzucker und insbesondere durch viel Rapsnektar kristallisiert der Blütenhonig recht schnell. Damit er dennoch cremig und streichfähig bleibt, muss er bereits nach dem Schleudern an mehreren Tagen gerührt und gleich abgefüllt werden. Durch das Rühren bekommt er eine helle bis weiße Farbe und auch der Geschmack sowie die Qualität werden verbessert.


Blatthonig (Wald- oder Sommerhonig)

Ab Anfang Juni tragen die Bienen im wesentlichen Honigtau ein. Dieser Honig hat eine hellbraune bis dunkelbraune Farbe und bleibt lange flüssig. Sein Duft und Aroma wird durch die jeweiligen Anteile von Klee, Linde, Himbeere, Phaselia oder Tanne geprägt. Damit ein Honig als spezielle Sorte deklariert werden kann, müssen mindestens 51% des Nektars oder Honigtaus von einer Pflanzenart stammen.

Der Blatthonig besteht zu 38% aus Fruchtzucker (Fructose), 27% Traubenzucker (Dextrose), 16% Wasser, 3% Rohrzucker, 9% Dextrine, und 7% Mineralien, Vitamine, Säuren sowie Stickstoffverbindungen.

Honig kann mild, duftig, harzig, süß, würzig und sogar bitter schmecken. Und so unterschiedlich wie seine Geschmacksrichtungen sind auch die dem jeweiligen Honig zugeschriebenen Heilkräfte.


Wald- und Tannenhonig hat einen würzigen bis harzigen Geschmack und wirkt gegen Erkältungen, Bronchitis und Nervosität.


Der aromatische Blütenhonig besitzt eine kräftigende und schmerzlindernde Wirkung und wird als natürliches Heilmittel gegen Allergien (insbesondere Heuschnupfen) und vegetative Erschöpfung empfohlen.


Der Löwenzahnhonig ist als Heilmittel durch seine blutreinigende Wirkung bei Nieren, Leber-  und Gallenleiden bekannt.


Dem hellen Rapshonig wird eine beruhigende, ausgleichende, entspannende Wirkung zugeschrieben.


Honig und Blutfette: Eine kürzlich erschienene Arbeit untersuchte den Einfluss von Honig auf verschiedene Blutwerte im Vergleich zu verschiedenen Zuckern und künstlichem Honig. Die Studie ergab, dass etwa 75 g Honig, anders als Zucker und künstlicher Honig, die Cholesterinwerte, insbesondere LDL– Cholesterin, sowie die Blutfettwerte senken.

Honig ist eine wichtige Nährquelle für das menschliche Immunsystem und ein hervorragender Transportstoff, um Ablagerungen aus den Zellen zu schaffen. Schon sehr schnell nach dem Verzehr wird er in reine Energie umgewandelt.

Honig will pfleglich behandelt werden. Damit seine hochwertigen Inhaltsstoffe nicht geschädigt werden, sollte Honig kühl (max.14° C), trocken und dunkel aufbewahrt werden. Er sollte aber nie über 40 ° C erhitzt werden, weil dann der Anteil an Vitaminen und Enzymen zerstört wird, deshalb beim Kochen nach Möglichkeit erst den fertigen Speisen zusetzen.

Reinen Bienenhonig können Sie nur bei Imkern beziehen, die sich an die Honigverordnung und die Lebensmittelhygiene– Verordnung halten und keine chemischen Mittel bei der Gesundheitspflege der Bienen einsetzen.

 

Echter deutscher Honig ist ein Naturprodukt und muss ein Naturprodukt bleiben!    

 

Claus Raab